Ablauf einer Yogastunde
Die Yogastunden sind wie folgt aufgebaut:
- Anfangsentspannung (Meditation und Achtsamkeitsübung, Body-Scan, Mantra-Singen)
- Aufwärm- und Gelenkübungen (nicht beim Yin-Yoga)
- Atemübungen (=Pranayama, nicht immer beim Yin-Yoga)
- Klassische Yoga Haltungen (=Asanas)
- Endentspannung (Musik, Klang, visuelle Meditation oder Tiefenentspannung)
Durch Visualisierungen wird der gedankliche Fokus immer wieder auf die Lenkung der Energie im Körper und auf die Atmung gerichtet.
Was Du fürs Yoga brauchst
Trage am besten bequeme Sportkleidung und bringe dicke Socken mit.
Alles andere findest du vor Ort.
Im Yogastudio stehen dir neben den klassischen Yoga- und Schurwollmatten auch folgende Hilfsmittel zur Verfügung:
Stühle, Klötze, Gurte, Kissen und Decken.
Falls du die Studiomatten benutzt, reinige sie bitte anschließend mit den Tüchern und dem Mattenspray, das vor Ort dafür bereit steht.
Du kannst stattdessen natürlich auch Deine eigene Matte mitbringen oder ein rutschfestes Yogahandtuch, das du auf die Matte legst.
Tee steht dir im Studio kostenlos zur Verfügung.
Auswahl des Yogastils
Yin Yoga
Yin Yoga ist ein sanfter, passiver Stil, der sich durch das Ausführen von Yoga-Haltungen in liegender oder sitzender Position auszeichnet. Diese Haltungen werden in der Regel für 3-5 Minuten gehalten, gefolgt von einer neutralen Position zur Harmonisierung oder einer Lockerungsübung.
Der Unterricht beginnt ohne vorheriges Aufwärmen der Muskeln, wodurch insbesondere die Faszien, Bänder und tiefere Gewebeschichten angesprochen werden. Dies führt zu einer erhöhten Flexibilität des Gewebes und hilft, Körperfehlhaltungen sowie Muskelverkürzungen entgegenzuwirken. Verklebungen der Faszien werden gelöst, und die Gelenke, einschließlich des Knorpels, werden befeuchtet. Zudem werden die inneren Organe sanft massiert und Giftstoffe aus dem Körper geleitet.
Durch das längere Verweilen in den Haltungen, die Konzentration auf den Atem und das achtsame Hineinspüren in den eigenen Körper entsteht ein meditativer Zustand, der den Geist beruhigt und sowohl die Gedanken als auch das Nervensystem entspannt. Dabei liegst du angenehm und warm auf einer Schurwollmatte.
Um die Intensität der Dehnung individuell anzupassen, kommen beim Yin Yoga verschiedene Hilfsmittel wie Klötze, Bolster und Kissen zum Einsatz.
Dieser Stil eignet sich somit sowohl für Einsteiger, ältere Menschen und Personen mit leichten Handicaps als auch für sportlich Aktive, die Entspannung suchen und Verkürzungen des Gewebes beheben und vorbeugen möchten.
Hatha Yoga
Beim Hatha Yoga wird die Muskelspannung während der Yogahaltungen aktiv für 5-10 Atemzüge gehalten, was bedeutet, dass du gleichzeitig deine Muskeln kräftigst und das Gewebe dehnst.
Zu Beginn des Unterrichts wärmen wir die Muskeln und Gelenke auf. Nach der Anspannung folgt eine Entspannungshaltung, in der du nachspüren und alle Muskeln bewusst loslassen kannst. Durch den charakteristischen Wechsel zwischen Anstrengung und Entspannung wird die aktive Sonnenenergie (das "Ha-") mit der ruhigen Mondenergie (dem "-tha") in dir ausgeglichen und harmonisiert. "Hatha" bedeutet also soviel wie, das Yin & Yang ausbalancieren.
Der Atem wird bewusst im Einklang mit der Bewegung gelenkt, so dass der Geist im Moment ankommt und Alltagsgedanken in den Hintergrund treten.
Die Haltungen werden auf einer dünnen, rutschfesten Matte im Stehen, Sitzen und Liegen ausgeführt. Gelegentlich kommen Hilfsmittel wie Klötze oder Gurte zum Einsatz.
Das "sanfte" Hatha Yoga am Freitag Vormittag eignet sich besonders für Einsteiger, ältere Menschen und Personen mit leichten Handicaps, während die anderen Hatha-Yoga-Klassen für Einsteiger ohne Handicap sowie für Yogaerfahrene konzipiert sind.
Yin & Hatha
Die Kombination aus Yin- und Hatha-Yoga bietet eine ausgewogene Praxis, die sowohl die Flexibilität als auch die Kraft fördert. Diese Yogapraxis, die mit 2 bis 4 Yin-Haltungen beginnt und endet, ermöglicht es den Teilnehmenden, sich tief zu entspannen und gleichzeitig die Muskulatur durch die Hatha-Übungen im Mittelteil zu stärken.
Diese Yogaklasse ist sowohl für Anfänger mit leichtem Handicap als auch für Yogaerfahrene geeignet, die gerne von den Vorteilen beider Stile profitieren möchten.
Vinyasa Yoga/ Power Yoga/4in1 Ganzkörper-Yoga-Workout
Vinyasa Yoga ist ein dynamischer und fordernder Yogastil, bei dem du auch ins Schwitzen kommst. Man könnte diesen Stil daher auch als "Yang-Yoga" bezeichnen. Die einzelnen Asanas werden mit der Atmung verbunden und gehen fließend und ohne Pausen ineinander über. Die einzelnen Stellungen werden nicht sehr lange gehalten, aber durch die schnellen Haltungswechsel und kraftvollen Übungen kommt der Kreislauf richtig in Schwung.
Warum 4 in 1?
1. Du machst Krafttraining, weil du dein eigenes Gewicht stemmst,
2. Du stärkst Dein Herz-Kreislauf-System wie beim Walking
3. Du dehnst das Gewebe intensiv wie beim Stretching und
4. durch die Meditation und den Fokus auf den Atem, beruhigst du dein Nervensystem und löst Stress.
Der Geist hat keine Zeit abzuschweifen und die Konzentration ist durch den Bewegungsablauf und den Atem völlig gebunden. Du kommst auf allen Ebenen in den "Flow". Nach der intensiven Anstrengung gelingt es dir um so leichter, bei der Endentspannung richtig abzuschalten und allen Ballast loszulassen.
Dieser Stil ist geeignet für Anfänger und Yogaerfahrene ohne Handicap und spricht Power-Yoga-Fans an.
Wichtige gesundheitliche Hinweise
Bitte beachte, dass du beim Yoga eigenverantwortlich handelst. Um Verletzungen vorzubeugen,
achte auf die Grenzen und die Signale deines Körpers und gehe nicht zu tief in eine Dehnung. Jeder Körper ist individuell, und nur du kannst spüren, was dir guttut und was zu viel ist. Halte keine Schmerzen aus und beende eine Haltung, wenn du ein Kribbeln verspürst, das auf einen eingeklemmten Nerv hindeutet. Passe die Übung so an, dass du eine angenehme Dehnung empfindest. Vermeide schnelle, ruckartige Bewegungen sowie übermäßigen Zug oder Druck, um eine Haltung einzunehmen. Begib dich stattdessen langsam in eine Haltung hinein, um eventuelle Warnsignale des Körpers wahrnehmen zu können. Du kannst jederzeit Übungen auslassen, Hilfsmittel verwenden oder früher beenden. Gerne zeige ich dir Alternativen, falls du eine bestimmte Haltung nicht ausführen kannst.
Bitte vermeide es, drei Stunden vor dem Yoga große Mahlzeiten zu dir zu nehmen, und achte darauf, danach ausreichend zu trinken.
Beachte, dass das Praktizieren von Meditation und Tiefenentspannung bei bestimmten psychischen Erkrankungen, schwerwiegenden Traumata oder besonderen psychischen Dispositionen nicht förderlich sein können. Wenn du unsicher bist, ob dies auf dich zutrifft, konsultiere bitte vor der Teilnahme deinen Arzt.
Solltest du akute oder chronische körperliche Probleme haben, hole ebenfalls zuerst ärztlichen Rat ein, bevor du dich anmeldest und kontaktiere mich über E-Mail, wenn du unsicher bist, welche Yogaklassen für dich geeignet sind.
Warte nach einer OP mindestens 6 Monate, bevor du wieder Yoga in einer Gruppe praktizierst und folge vorrangig der Empfehlung deines Arztes.
Teile der Yogalehrerin beim Empfang akute und chronische gesundheitliche Einschränkungen mit.
Die aktuellen Yoga-Klassen sind leider nicht für Schwangere geeignet.
Fotos oben: Olaf Bathke, Fotograf aus Kiel